Elektrischer Gurtwickler: So machst du alte Rollläden smart

Aktualisiert am 08. November 2026 · 5 Modelle im Vergleich · von Lucas

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Kurz gesagt

  1. 🏆 Unterputz-KlassikerRademacher RolloTron Basis DuoFernalle mit klassischem Gurtwickler-Kasten in der Wand
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  2. Für MieterSchellenberg Rollodrive 65 PremiumMietwohnungen und Nachrüsten ohne Elektriker
    Ansehen →
  3. Für schwere RolllädenSchellenberg Rollodrive 75 Premiumgroße oder schwere Rollläden
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Jeden Morgen dasselbe Spiel. Du ziehst im Halbschlaf am Rollladengurt, der Gurt ist schon ausgefranst, und im Kinderzimmer klemmt er sowieso. Abends wieder runter, in jedem Raum. Und wenn du im Urlaub bist, stehen die Rollläden zwei Wochen lang oben oder unten, damit jeder sieht, dass keiner da ist. Ein elektrischer Gurtwickler macht damit Schluss. Er ersetzt den alten Wickler, zieht den Gurt selbst ein und lässt sich per Zeitplan, App oder Sprachbefehl steuern.

Bevor du bestellst, solltest du drei Dinge klären. Wie wird der Wickler montiert, auf der Wand oder in der Wand? Wie bekommt er Strom, per Stecker oder fest angeschlossen? Und mit welchem System soll er reden? Wer schon einen Rohrmotor im Rollladenkasten hat, braucht übrigens gar keinen Gurtwickler, sondern einen Aktor. Beide Wege stelle ich dir hier vor.

Inhalt
  1. Kurz gesagt
  2. Vergleichstabelle
  3. Die Modelle im Detail
  4. Kaufberatung: So wird dein Rollladen smart
  5. 1. Gurt oder Motor? Erst mal nachschauen
  6. 2. Aufputz oder Unterputz?
  7. 3. Strom: Wann muss der Elektriker kommen?
  8. 4. Welches System passt?
  9. 5. Typische Fehler
  10. Häufige Fragen
  11. Mein Fazit

Vergleichstabelle

ModellIdeal fürStärke
🏆 Rademacher RolloTron Basis DuoFern
Unterputz-Klassiker
alle mit klassischem Gurtwickler-Kasten in der Wandsitzt in der WandAnsehen →
Schellenberg Rollodrive 65 Premium
Für Mieter
Mietwohnungen und Nachrüsten ohne ElektrikerAufputz mit SteckerAnsehen →
Schellenberg Rollodrive 75 Premium
Für schwere Rollläden
große oder schwere Rolllädenmehr ZugkraftAnsehen →
Homematic IP Rollladenaktor für Markenschalter
Für Rohrmotoren
Häuser, die schon elektrische Rollläden habenhinter dem SchalterAnsehen →
Shelly Plus 2PM
Für Bastler
Home-Assistant-Nutzer mit RohrmotorWLAN, lokal steuerbarAnsehen →

Die Modelle im Detail

1

Rademacher RolloTron Basis DuoFern

Unterputz-Klassiker
Ideal für
alle mit klassischem Gurtwickler-Kasten in der Wand
Stärke
sitzt in der Wand

Der RolloTron Basis DuoFern ist einer der bekanntesten elektrischen Gurtwickler in Deutschland. Er kommt dort hin, wo bisher der manuelle Wickler in der Wand saß. Optisch bleibt also fast alles beim Alten, nur das Bedienteil ist neu. Per Funk spricht er das DuoFern-Protokoll von Rademacher. Für App und Sprachsteuerung brauchst du die Zentrale HomePilot.

Jetzt der wichtige Punkt. Die Unterputz-Version wird in der Regel fest an 230 Volt angeschlossen. Liegt im Wickler-Kasten noch kein Strom, muss eine Leitung gezogen werden. Das ist ein Job für eine Elektrofachkraft, nicht für einen Samstagnachmittag mit YouTube.

Vorteile

  • unauffällig in der Wand
  • bewährtes System mit großem Zubehör
  • Zeitpläne auch direkt am Gerät

Nachteile

  • 230-V-Anschluss gehört in Profihände
  • App-Steuerung nur mit HomePilot
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2

Schellenberg Rollodrive 65 Premium

Für Mieter
Ideal für
Mietwohnungen und Nachrüsten ohne Elektriker
Stärke
Aufputz mit Stecker

Der Rollodrive 65 Premium sitzt auf der Wand, nicht in ihr. Der alte Wickler wird ausgebaut, der Gurt in das neue Gerät eingefädelt und das Gehäuse über den alten Kasten geschraubt. Strom kommt über einen Netzstecker. Das macht ihn interessant, wenn du nicht in die Elektrik eingreifen darfst oder willst.

Schön ist er nicht unbedingt, das Gehäuse trägt sichtbar auf. Und du brauchst eine Steckdose in der Nähe des Fensters, sonst baumelt ein Kabel quer über die Wand. Für die App-Steuerung brauchst du die passende Schellenberg-Zentrale.

Vorteile

  • Montage ohne Elektriker möglich
  • per Stecker, also leicht wieder rückbaubar
  • Zeitschaltfunktion direkt am Gerät

Nachteile

  • trägt sichtbar auf
  • Steckdose am Fenster nötig
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3

Schellenberg Rollodrive 75 Premium

Für schwere Rollläden
Ideal für
große oder schwere Rollläden
Stärke
mehr Zugkraft

Gleiches Prinzip wie der 65er, aber für größere Rollläden gedacht. Hast du eine breite Terrassentür oder einen Holzrollladen, der sich schon von Hand schwer zieht, ist der 75er die sicherere Wahl.

Schau vorher in die Herstellerangaben, welche Rollladenfläche und Gurtbreite er schafft. Ein zu schwacher Wickler quält sich und gibt früher auf.

Vorteile

  • mehr Kraft für große Flächen
  • Aufputz mit Stecker
  • gleiche Bedienung wie der 65er

Nachteile

  • noch klobiger als das kleinere Modell
  • für normale Fenster überdimensioniert
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4

Homematic IP Rollladenaktor für Markenschalter

Für Rohrmotoren
Ideal für
Häuser, die schon elektrische Rollläden haben
Stärke
hinter dem Schalter

Kein Gurtwickler, sondern die Lösung, wenn dein Rollladen schon einen Motor hat und nur per Wandschalter läuft. Der Aktor kommt in die Unterputzdose und macht den vorhandenen Rollladen smart. Mit Access Point oder CCU bekommst du Zeitpläne, Szenen und Verknüpfungen mit Fensterkontakten.

Gearbeitet wird an 230 Volt in der Schalterdose. Das darf nur eine Elektrofachkraft. Und du brauchst eine Homematic-IP-Zentrale.

Vorteile

  • vorhandener Motor bleibt
  • Bedienung am Wandschalter bleibt erhalten
  • großes Homematic-IP-System

Nachteile

  • Einbau nur durch Elektriker
  • Zentrale nötig
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5

Shelly Plus 2PM

Für Bastler
Ideal für
Home-Assistant-Nutzer mit Rohrmotor
Stärke
WLAN, lokal steuerbar

Der Shelly Plus 2PM ist ein kleiner WLAN-Aktor, der im Rollladenmodus einen Rohrmotor steuern kann. Er passt in viele tiefe Unterputzdosen, misst den Stromverbrauch und lässt sich lokal in Home Assistant einbinden. Eine Zentrale brauchst du nicht.

Ehrlich gesagt lohnt sich der Shelly nur, wenn du etwas Lust auf Einrichtung hast. Die Kalibrierung der Laufzeit und die Einbindung sind kein Hexenwerk, aber auch nicht so geführt wie bei einem fertigen System. Und auch hier gilt: Einbau an 230 Volt nur durch eine Elektrofachkraft.

Vorteile

  • keine Zentrale nötig
  • gut in Home Assistant integrierbar
  • günstig pro Rollladen

Nachteile

  • braucht Platz in der Unterputzdose
  • Einbau nur durch Elektriker
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Kaufberatung: So wird dein Rollladen smart

1. Gurt oder Motor? Erst mal nachschauen

Die wichtigste Frage zuerst: Hast du einen Gurt in der Hand oder einen Schalter an der Wand? Bei einem Gurt brauchst du einen elektrischen Gurtwickler. Läuft dein Rollladen schon elektrisch, ist ein Aktor die günstigere und elegantere Lösung, weil der Motor bleiben kann.

2. Aufputz oder Unterputz?

Unterputz-Wickler wie der RolloTron sitzen im vorhandenen Wickler-Kasten in der Wand. Das sieht aufgeräumt aus, braucht aber meist einen festen 230-V-Anschluss. Aufputz-Wickler wie der Rollodrive kommen mit Stecker und werden auf die Wand gesetzt. Für Mieter ist das oft der einzige realistische Weg.

Miss vor dem Kauf die Gurtbreite. Gängig sind Mini-Gurte mit etwa 15 Millimetern und Standard-Gurte mit etwa 23 Millimetern. Nicht jeder Wickler passt für beide. Schau auch, wie viel Gurt auf die Rolle muss, bei hohen Fenstern ist das mehr, als man denkt.

3. Strom: Wann muss der Elektriker kommen?

Sobald du an 230 Volt arbeitest, also eine Leitung legst, eine Unterputzdose verdrahtest oder einen Aktor hinter den Schalter setzt, ist das Sache einer Elektrofachkraft. Das ist keine Formalie. Falsch angeschlossen drohen Stromschlag, Brand und Ärger mit der Versicherung. Wer selbst schrauben will, bleibt bei Aufputz-Wicklern mit Stecker.

4. Welches System passt?

Gurtwickler und Aktoren sprechen meist das Funkprotokoll ihres Herstellers. Rademacher setzt auf DuoFern mit HomePilot, Homematic IP auf Access Point oder CCU, Shelly auf WLAN. Mischen ist in den Hersteller-Apps schwierig. Über Home Assistant lassen sich viele Systeme zusammenführen, aber nicht immer mit allen Funktionen.

Denk auch an die Automationen, die du später willst. Rollläden nach Sonnenstand fahren, beim Lüften nicht herunterlassen, morgens langsam hochfahren. Das geht mit einer Zentrale meist komfortabler als mit der reinen Zeitschaltung am Gerät.

5. Typische Fehler

Häufige Fragen

Kann ich einen elektrischen Gurtwickler selbst einbauen?

Aufputz-Modelle mit Netzstecker schon, dafür brauchst du nur Schraubendreher und etwas Geduld. Sobald ein fester 230-V-Anschluss nötig ist, muss eine Elektrofachkraft ran.

Darf ich als Mieter einen Gurtwickler nachrüsten?

Mit einem Aufputz-Wickler per Stecker meist ohne Probleme, weil du ihn beim Auszug wieder abbauen kannst. Heb den alten Wickler auf. Bei Eingriffen in die Elektrik solltest du vorher den Vermieter fragen.

Was ist besser, Gurtwickler oder Rohrmotor?

Ein Rohrmotor im Rollladenkasten ist leiser, unsichtbar und nutzt keinen Gurt mehr ab. Der Einbau ist aber deutlich aufwendiger. Ein Gurtwickler ist die schnelle Nachrüstlösung für bestehende Rollläden.

Funktionieren smarte Gurtwickler bei Stromausfall?

Nein, ohne Strom bewegt sich nichts. Manche Modelle lassen sich dann nicht einmal mehr von Hand ziehen. Bei wichtigen Fluchtwegen wie Terrassentüren solltest du das im Hinterkopf haben.

Mein Fazit

Wohnst du zur Miete oder willst nicht an die Elektrik, würde ich den Schellenberg Rollodrive 65 Premium nehmen. Ausbauen, einfädeln, einstecken, fertig. Schön ist er nicht, aber er tut, was er soll. Im eigenen Haus mit Wickler-Kasten in der Wand ist der Rademacher RolloTron die sauberere Lösung, allerdings nur mit Elektriker. Und wenn deine Rollläden schon einen Motor haben, kauf keinen Gurtwickler, sondern einen Aktor. Wichtig ist nur, dass du dich vorher für ein System entscheidest und nicht in jedem Raum etwas anderes einbaust.